, Muth Marcus
Appell zum Thema Mobbing
Ich selbst habe stark in der Kindheit unter Mobbing gelitten, und kam davon ab, durch viele glückliche Umstände. Im Anschluss konnte ich auch selbst gemobbten Personen helfen, davon los zu kommen. Das Thema liegt mir persönlich daher stark am Herzen.
Am 11.08.2024 schrieb Christian Lukas Altenburg einen Kommentar dazu auf Facebook im Hinblick auf den Schulanfang mit einem Apell, den ich gut finde, geteilt und kommentiert habe.
Quelle Facebook: Marcus Muth in Reaktion auf Christian Lukas Altenburg auf Facebook
Christian Lukas Altenburg (11.08.2024 auf Facebook):
"Bald fängt die Schule an und ich möchte euch um einen Gefallen bitten... Verbringt 5 Minuten mit eurem Kind und erkläre, dass es nie einen Grund gibt, jemanden wegen seiner Größe, seinem Gewicht, seiner Hautfarbe, seinem Familienstand oder seiner Interessen zu schikanieren
Erklären Sie, dass es nichts falsch ist, jeden Tag dieselben Schuhe zu tragen.
Erklären Sie ihnen, dass ein gebrauchter Rucksack die gleichen Träume trägt wie ein neuer.
Bringen Sie ihnen bei, andere nicht zu unterscheiden, nur weil sie "anders" sind.
Erklären Sie ihnen, dass Witze weh tun und die Schule ein Ort des Lernens ist, nicht konkurrieren oder negative Energie verbreiten
Erinnere sie daran, dass manche Kinder nicht wieder zu lieben Familien zurückkehren, also ist nett zu sein wichtig.
Zu Hause fängt alles an!
"
Marcus Muth teilte und kommentierte (14.08.2024 auf Facebook):
"Bitte redet auch mit euren Kindern darüber, wie sie sich verhalten können, wenn sich andere Kinder lustig machen, mobben, usw.
Wenn Kinder dann mit den ausgegrenzten Kindern sprechen, fühlen sie sich nicht so sehr ausgegrenzt und mehr akzeptiert.
Die Kinder, die sich so negativ verhalten, merken so auch eher, dass ihr Verhalten nicht gut ist. Je weniger Kinder mitmachen, desto weniger werden die "Mobber" Kinder animiert. Lachen und machen andere mit, werden sie bestätigt und machen es noch mehr.
Oft lachen oder machen Kinder mit, weil sie dazu gehören wollen. Je mehr das tun, desto größer der Effekt. Jedes einzelne Kind, das nicht mit macht, oder sogar offen anspricht, dass etwas nicht OK ist, trägt dazu bei, dass "Mitläufer" Kinder mehr überdenken, ob sie mitmachen oder mitlachen, oder nicht. Sie lernen, dass sie nicht allein sind oder ausgegrenzt werden, wenn sie nicht mit machen. Je mehr das nicht tun, desto größer der Effekt.
Wenn sich ein Kind nicht traut, vor allen zu sagen, dass etwas nicht OK ist, hilft es aber enorm, wenn dennoch einer Vertrauensperson, egal ob Eltern, Lehrer oder sonst wem, davon erzählt wird.
Die Kinder, die oft ausgegrenzt und gemobbt werden, haben oft nicht die Kraft und das Selbstvertrauen, das selbst zu tun. Es ist so unendlich hilfreich, wenn Situationen bekannt werden.
Sprecht also auch mit euren Kindern darüber, das und wie es hilft, offen anzusprechen, wenn etwas nicht OK ist, oder sich Leuten anzuvertrauen.
Und ein Apell an jeden, an den sich ein Kind mit so einem Anliegen wendet:
Nehmt das Kind ernst!
Statistisch muss ein gemobbtes Kind mit 8(!!) Erwachsenen sprechen, bevor es jemand ernst nimmt und Unterstützt wird. Es geben sehr viele viel früher auf, weil sie nicht ernst genommen werden.
Ich spreche aus eigener Erfahrung, und weiß, wie es ist. Jedes Kind und jeder Erwachsene, der das ernst nimmt, helfen ungemein! Ohne Hilfe und Untersrützung kommt man kaum aus eigener Kraft aus so einer Situation."